Sei doch nicht so hysterisch
„Sei doch nicht so hysterisch.“ Ein Satz, dessen Geschichte weit zurückreicht. Von der „wandernden Gebärmutter“ über die Krankheit der feinen Nerven und Charcots Salpêtrière bis in psychiatrische Anstalten wurde weibliches Erleben über Jahrhunderte gedeutet, bewertet und eingeordnet. Die Diagnose verschwand. Die Vorstellung blieb und klingt bis heute nach, wenn Frauen als zu laut, zu empfindlich, zu wütend oder unangemessen gelten.

